
Die Sepp-Herberger-Awards sind eine der wichtigstenAuszeichnungen im deutschen Fußball, wenn es nicht um sportliche Erfolge,sondern um gesellschaftliche Wirkung geht. Verliehen werden sie von der DFB-Stiftung Sepp Herberger und würdigen Projekte, die Fußball als Instrumentfür Integration, Resozialisierung, Teilhabe und Bildung einsetzen.
Ausgezeichnet werden Initiativen, die oft abseits der großen Öffentlichkeit arbeiten – etwa in der Resozialisierung straffällig gewordenerJugendlicher, im Handicap-Fußball oder in der Zusammenarbeit von Schule und Verein. Damit ihre Arbeit verstanden und eingeordnet werden kann, setzt derAward seit Jahren bewusst auf filmische Porträts.
Als FRAMESIGN waren wir Teil dieser medialen Umsetzung. Unsere Aufgabe bestand darin, eines der ausgezeichneten Projektefilmisch zu begleiten und sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt stand dabei ein Resozialisierungsprojekt, das Fußball gezielt nutzt, um jungen MenschenStruktur, Verantwortung und neue Perspektiven zu vermitteln.
Unser Ansatz war dokumentarisch. Wir wollten zeigen, wie diese Arbeit konkret aussieht, welche Herausforderungen es gibt und warumFußball in diesem Kontext mehr ist als ein Spiel. Dafür haben wir das Projekt vor Ort begleitet, Gespräche geführt und versucht, eine Geschichte zu erzählen,die verständlich ist, ohne zu vereinfachen.
Diese Filme sind kein dekorativer Programmpunkt derPreisverleihung. Sie bilden die Grundlage dafür, dass Publikum, Jury und Gästenachvollziehen können, warum ein Projekt ausgezeichnet wird und welche Wirkung es tatsächlich entfaltet.
Bei der Verleihung der Sepp-Herberger-Awards 2025 wurde genau diese Bedeutung deutlich. Unser Film lief im Saal und stellte das Projektin den Mittelpunkt, um das es an diesem Abend ging: Resozialisierung durch Fußball. Im Anschluss wurde auf der Bühne die Frage gestellt, wie man andereMenschen motivieren könne, diese Initiative zu unterstützen.
Die Antwort kam direkt vom Vorsitzenden der DFB-Stiftung Sepp Herberger. Er verwies ausdrücklich auf den Film, der kurz zuvor gezeigtworden war, und betonte, dass genau dieser veröffentlicht werden solle, um das Projekt weiter sichtbar zu machen.
Für das Publikum im Saal war diese Aussage klar und unmissverständlich. Zeitgleich kam es jedoch bei der TV-Übertragung zu einemtechnischen Ausfall – der Moment war dort schlicht nicht zu sehen. Für uns, die im Publikum saßen, war das ein kurzer, beinahe surrealer Augenblick.
Trotz dieses technischen Zwischenfalls war der Abendinhaltlich stark. Er hat gezeigt, wie zentral gute Geschichten für die Wirkungsolcher Projekte sind und wie wichtig es ist, ihnen Raum zu geben. Gerade bei sensiblen Themen wie Resozialisierung entscheidet die Art der Darstellung darüber, ob Verständnis entsteht oder Distanz.

Co-Founder & Creative Director











